Ratgeber zur Stammzelltransplantation

Mein Interview auf der Leipziger Buchmesse 2026 – Wie ich meinen Ratgeber zur Stammzelltransplantation vorstellte

Ein neuer Ratgeber zur Stammzelltransplantation entsteht

Seit Anfang des Jahres schreibe ich an einem Ratgeber zur Stammzelltransplantation oder Knochenmarktransplantation. Während ich daran schreibe, merke ich immer wieder, wie viele Fragen und Gedanken den Weg eines Patienten durch diese Therapie begleiten. Letzte Woche durfte ich auf der Leipziger Buchmesse zum ersten Mal öffentlich über dieses Projekt sprechen.

Ich habe mich sehr gefreut, ein ganzes Interview zu diesem Herzensprojekt führen zu können, und möchte hier Einblicke dazu weitergeben. Dabei wird auch deutlich, warum dieses Buch vielen Betroffenen helfen kann.

Das Gespräch wird moderiert von Yvonne Kraus. Yvonne ist selbst Autorin und Schreibcoach, und sie unterstützt seit mehreren Jahren Autoren beim Schreiben und Veröffentlichen von Geschichten und Büchern.

Das Interview – Warum ein Buch für Patienten vor einer Stammzelltransplantation?

Yvonne:
Annette schreibt einen Ratgeber für Patienten mit dem Titel „Du schaffst das – Ein Begleitbuch für Patienten vor, während und nach einer Stammzelltransplantation“. Stell dein Buch und dich kurz vor.

Das Interview fand an Yvonnes Stand auf der Buchmesse statt.


Ich bin Annette Mertens, ich bin Biologin und arbeite heute als Dozentin für Biologie mit dem Schwerpunkt Cytologie und Immunologie. Vorher war ich über zwanzig Jahre in der pharmazeutischen Industrie tätig im medizinisch wissenschaftlichen Bereich.

Ich lebe seit 40 Jahren in Aachen, mit meiner Familie und meinem Hund.

Im Jahr 2011 bekam ich die Diagnose MDS. Das ist eine spezielle Form einer Leukämie und ich musste mich einer Stammzelltransplantation unterziehen. Ich durchlebte die Therapie und fand mich danach langsam wieder in meinen Alltag ein.
Als ich ein paar Jahre danach meine Arbeitsstelle als Biologin in der Industrie verlor, sah ich das als Chance, meinen lang gehegten Wunsch, ein Buch zu schreiben, zu erfüllen.

Mein erster Roman „Annas Blut“ entstand, dann ein zweiter.
Aber einen Wunsch hatte ich all die Jahre immer noch im Hinterkopf: Ein Sachbuch für Patienten vor und während einer Stammzelltransplantation zu schreiben. Im Januar diesen Jahres begann ich mit diesem Projekt– einem Begleitbuch für diese Therapie.

Für wen genau ist dieses Buch gedacht?

Für Männer und Frauen, die eine Leukämie-Diagnose erhalten haben. Mein Ratgeber hilft Patienten vor der Knochenmarktransplantation, ihre Angst vor der Therapie zu reduzieren und den Ablauf besser zu verstehen. Denn diese Therapie ist besonders intensiv: Zum einen durch die Chemotherapie, die den Prozess einleitet und außerdem durch die Isolation, die während der Transplantation erforderlich ist. Diese spezielle Situation, vor der die Patienten stehen, löst Unsicherheit und Angst aus. Genau da setzt mein Buch an.

Was war der Auslöser für dich, einen Ratgeber zum Thema Stammzelltransplantation zu schreiben?

Ich selbst habe diese Situation selbst erlebt, und damals nach Informationen zu dem Thema gesucht. Als Patient bekommt man in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch Informationen zum Ablauf der Transplantation. Leider bleibt den Ärzten dabei nicht genug Zeit, um alle Details und die ganze Tragweite der Therapie zu erfassen. Deshalb habe ich daraufhin nach Büchern gesucht, die dies abdecken. Leider findet man im Internet zu solch sensiblen Themen oft Informationen, die nicht hilfreich sind, sondern eher Angst machen. Und auch die Bücher, die ich fand, zum Beispiel den Roman „Zwischen zwei Leben“ von Guido Westerwelle, machten keinen Mut, sondern eher Unsicherheit.

Außerdem habe ich festgestellt, dass es nur wenige Bücher gibt, die speziell für Patienten geschrieben sind. Die medizinischen Fachbroschüren, die man in manchen Kliniken erhält, sind voller Fachsprache und oft sehr nüchtern.
Es ist also eine richtige Marktlücke. Das Buch ist für eine sehr spezielle Zielgruppe, aber dennoch für die Betroffenen sehr wertvoll, denn sie erhalten mit meinem Buch einen Ratgeber, der genau auf ihren vor ihnen liegenden Weg zugeschnitten ist.

Gibt es einen Gedanken, der Patienten besonders helfen kann?

Ja, ich möchte gerne einen Gedanken im Zusammenhang mit Zuversicht weitergeben: Die Stammzelltransplantation ist eine Therapie, die es seit über 50 Jahren gibt, die aber in den 90er Jahren so weiterentwickelt wurde, wie sie jetzt ist. Somit gibt es nun über 30 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet. In dieser Zeit hat sich etwas Wichtiges für die Patienten entwickelt: Der Schutz vor Infektionen. Während der Therapie wird das aktuelle Immunsystem durch eine Chemotherapie zerstört und durch die neuen Stammzellen ersetzt. Deshalb gibt es eine gefährliche Phase, in der der Patient völlig ungeschützt vor Bakterien und anderen Keimen ist.
Seit einigen Jahren sind sehr wirkungsvolle Antibiotika und andere Antiinfektiva auf den Markt gekommen, die in dieser Situation schützen können. Schlichtweg gesagt: Die Überlebensraten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Mediziner in den spezialisierten Transplantationskliniken haben mittlerweile sehr viel Erfahrung, auch mit auftretenden Komplikationen. Darauf sollte und darf man vertrauen!

Was bedeutet der Titel „Du schaffst das“ für dich persönlich?

Mir selbst hat ein Gedanke sehr geholfen, den mein Arzt mir im ersten Gespräch vor der Transplantation gesagt hat: Er sagte: „Manche Patienten, so wie Sie, Frau Mertens, die segeln einfach so dadurch.“
Das wurde zu meinem Leitsatz, zu meiner Vision, die mich immer zuversichtlich gemacht hat. Ich habe immer nach vorne geschaut, auch wenn ich manchmal wirklich verzweifelt war, wie schwach mein Körper war und ich kein Ende der Krankheit und der Folgen der Therapien sehen konnte. Aber dieser Satz des Arztes hat dazu geführt, dass ich mir immer gedacht habe: Ich schaffe das auch.
Und so war es auch. Es war einige Zeit lang schwierig für mich, aber danach habe ich begonnen, mich wieder fast so wie vor der Transplantation zu fühlen. Es dauert halt. Man muss einen langen Atem haben, aber es wird auf jeden Fall wieder gut!

Wann erscheint das Buch – und worauf dürfen sich Leser freuen?

Das Buch erscheint im Herbst 2026. Mir ist wichtig, dass dieses Buch ein verlässlicher Begleiter für alle Patienten vor, während und auch noch nach einer Stammzelltransplantation wird. Es gibt Antworten, Orientierung und Zuversicht.

Mein Fazit: Mein besonderer Moment auf der Buchmesse

Interview Leipziger Buchmesse
Nach dem Interview

Während um mich herum die Buchmesse rauschte, mit ihrer Lautstärke, den vielen Menschen und der ganzen überwältigenden Hektik (– typisch für eine so große Messe), wurde mir in diesem Gespräch bewusst, wie wichtig genau dieses Buch für die Betroffenen ist.

Wenn du gerade vor oder nach einer Stammzelltransplantation stehst, möchte ich dir mit diesem Buch Orientierung, Wissen und Unterstützung geben. Es wird die Fragen adressieren, die viele bewegen, vielleicht auch deine. Welche davon beschäftigt dich gerade am meisten?

Schreibe mir doch in die Kommentare, was für Fragen du gerne in einem Ratgeber über die SZT beantwortet sehen möchtest. Oder schreibe sie mir direkt an meine Kontaktadresse auf dieser Seite!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert