Über mich

Annette Mertens Bloggerin nach Knochenmarktransplantation

Hallo, ich bin Annette Mertens, und ich helfe Patienten vor und nach einer Knochenmarktransplantation mit Gedanken, Tipps und Informationen.

Eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation ist eine Therapie, die bei einer Leukämie oft die einzige Chance auf Heilung bietet. Sie bedeutet einen Einschnitt in deinen Alltag und du wirst mehrere Wochen in einer Klinik bleiben müssen. Aber: Sie kann dir dein Leben retten!


Wie kommt es, dass ich über ein solches Thema blogge und referiere?

In 2007 hatte ich meine erste Krebserkrankung. Ich lernte die Standard Therapien wie Chemotherapie, Bestrahlung am eigenen Leibe kennen und wurde dreimal operiert. Dieser Krebs ist nie wieder zurückgekommen. 2010 wurde mein Knie operiert. Das heißt – es wurde nicht operiert. Die Operation wurde abgebrochen, weil meine Blutwerte besorgniserregend waren. Die Diagnose hieß: MDS (myelodysplastisches Syndrom). Diese Vorform der Leukämie war gefährlich und nur mit einer Knochenmarktransplantation wirksam zu behandeln.

Ich versuchte mich auf die Therapie vorzubereiten: Natürlich hatte ich einen guten Arzt, der mich aufklärte. Aber ich begann, andere Mediziner und Bekannte zu befragen, was sie von der Transplantation wussten. Ich suchte im Internet und stellte fest, es gibt sehr viele Informationen nur über die Stammzellenspende.

Stammzellspende - Stammzelltransplantation
Viele Informationen im Internet beziehen sich nur auf die Spende von Stammzellen.

Viele Menschen sind heutzutage bereit, ihre Stammzellen zu spenden und somit Leben zu retten. Mit dem Spende Vorgang ist für die meisten Menschen das Thema zuende, denn die Spende erfolgt anonym und bleibt für einen langen Zeitraum anonym. Was genau mit den Stammzellen passiert, und wie es dem Patienten, dem Empfänger damit geht, das wissen die wenigsten.

Ich lernte, wie eine Stammzelltransplantation genau abläuft. Als promovierte Biologin verstand ich die medizinischen Hintergründe und die Sprache meiner Ärzte. Ich wusste, dass eine solche Therapie den Körper massiv beeinträchtigte. Gleichzeitig konnte ich mir vorstellen, was mit meinen Blutzellen passierte und fand es zwar etwas beängstigend, aber auch spannend, was mir bevorstand. Ich überstand meine Transplantation gut und wurde nach 6 Wochen nach Hause entlassen.

In der Zeit danach entwickelte ich eine Komplikation, eine chronische Abstoßungsreaktion. Auch diese fand ich logisch, und war überrascht, wie viele verschiedene Therapieoptionen mein Arzt in den folgenden Jahren aus dem Ärmel zog. Heute, über zehn Jahre danach, geht es mir zum Glück wieder recht gut. Denn: Das Wichtigste für mich und meine Familie ist, dass ich überlebt habe. Ein großes Geschenk in meinem Leben!

Überleben nach Stammzelltransplantation

Meine Stammzelltransplantation und ihre Folgen hat mein ganzes Leben in den letzten zehn Jahren bestimmt: Ich habe viel ausprobiert, habe Fehler gemacht, mich immer mit anderen Patienten ausgetauscht. Ich lernte vieles über das Immunsystem und habe mich stets wissenschaftlich mit meinem Arzt über die Therapie und die Folgen auseinandergesetzt.

Ich habe nicht nur viel Wissen über die körperlichen Vorgänge gesammelt, sondern bin auch durch ein psychische Entwicklung gegangen, die meine Einstellung zur Medizin, zur Krebstherapie und zum Leben nach Krebs geprägt hat. Mein Wissen und meine Erfahrungen möchte ich nicht bei mir behalten, denn ich glaube, dass Menschen von anderen Menschen lernen können.

Mit meinen Geschichten und Artikeln möchte ich das Bewusstsein stärken für Menschen in der Situation einer Stammzelltransplantation. Ich möchte über diese Therapie aufklären – ein Therapieangebot, das einzigartig aber oft unverstanden und unbekannt ist.

Ich weiß, dass es Geschichten gibt, die Mut machen. Dass niemand alleine ist. Auch du nicht, wenn du dich in der Situation einer Krebsdiagnose wie einer Leukämie befindest. Vielleicht können meine Geschichten und Beiträge dir helfen, nicht die gleichen Fehler zu machen wie ich. Und dir Mut machen.


Ich bin und war natürlich nicht nur Krebs-Patientin – dahinter steht auch ein bewegtes, fröhliches, soziales Leben. Hier sind meine persönlichen, gewöhnlichen Fakten, die dich vielleicht auch interessieren:

  • Ich bin Biologin, lebe seit 30 Jahren mit meinem Mann und meinen zwei (mittlerweile erwachsenen) Kindern in Aachen, wo ich auch studiert habe.
  • Ich bin absolut hundeverrückt. Aber alle Hunde, die mein Herz erobern, haben Schlappohren. Meine zwei Berner Sennenhunde in Verbindung mit ihrem schwarzen, dichten Kuschelfell, und mein Spaniel Sherlock in der besonders langen Ausführung.
  • Ich suche mir immer etwas, wofür ich brenne. Eine Leidenschaft, die mich von etwaigen körperlichen oder seelischen Problemen ablenkt und jeden Tag genießen lässt. In der Zeit meiner chronischen GvHD (die Abstoßungsreaktion) habe ich meterweise Stoffe gehortet und alles zu Taschen, Shirts und kleinen Stofftieren vernäht, was mir in die Finger kam.
    Vor 5 Jahren habe ich begonnen, das Romanschreiben zu lernen. Ich hatte ja auch etwas zu erzählen. Mein erster Roman erschien 2021, und das Schreiben ist heute nicht mehr aus meinen Gedanken wegzudenken. Es kann also sein, dass du mich irgendwo triffst, und ich gerade in einen inneren Monolog mit meiner aktuellen Hauptfigur aus dem nächsten Buch vertieft bin.
  • Wenn ich nicht gerade in Aachen bin, findet man mich in Holland, in Kamperland, einem kleinen Ort auf Zeeland. Wir verbringen unsere Freizeit dort mit Wassersport, Fahrradfahren, oder in der eiskalten Nordsee baden – ab April ist das meiner Ansicht nach möglich. Naja, wenn die Sonne scheint 😊

Annette Mertens nach Knochenmarktransplantation

Ich freue mich sehr, dass Du hergefunden hast!

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Herzlich willkommen bei Knochenmarktransplantation light!